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Was bedeuten „Brennwert“ und „Heizwert“?

Beide Begriffe sind Messgrößen für die Wärmemenge, die bei der Verbrennung z. B. von Heizöl oder Erdgas frei wird. Dabei bildet sich als Teil des Abgases stets auch Wasserdampf.

Der Brennwert gibt an, wie viel Wärme bei vollständiger Verbrennung des Brennstoffs frei wird – einschließlich der Wärme, die im Wasserdampf der Abgase als Verdampfungs- bzw. Kondensationswärme gebunden ist.

Der Heizwert dagegen berücksichtigt diese versteckte Wärme nicht.  Heizungssysteme, die aufgrund ihrer Konstruktion den Brennwert eines Brennstoffs nutzen können, heißen folgerichtig Brennwertheizungen.

Übrigens: Da bei der traditionellen Definition der Energieeffizienz von Heizungsanlagen der Heizwert (Hi) als Bezugsgröße genommen wird, kommt es heute bei Brennwertgeräten zu kuriosen Nutzungsgradangaben von über 100%. Selbstverständlich gilt jedoch auch für diese Heizungsanlagen das Naturgesetz, dass ein Kessel nicht mehr Wärme erzeugen kann, als Brennstoffenergie zugeführt wird. Bei der gesamten im Brennstoff gespeicherten Energie (Brennwert Hs) liegt der Nutzungsgrad dann folgerichtig bei maximal 100 % als technische Obergrenze.

Um die Energieeffizienz moderner Heizsysteme zu definieren und miteinander vergleichen zu können, ist der Brennwert die korrektere, aussagekräftigere physikalische Bezugsgröße. In dieser Broschüre werden deshalb die Nutzungsgrade sowohl brennwertbezogen (Hs) als auch mit dem noch üblichen Bezug auf den Heizwert (Hi) ausgewiesen.

Mit Brennwerttechnik versteckte Energien nutzen

Wie viel Wärme mit den heißen Abgasen über den Schornstein verloren geht, wird von den Kaminkehrern jährlich im Rahmen ihrer Messungen überprüft und als Abgasverlust in Prozent – bezogen auf die verbrauchte Brennstoffmenge – im Prüfprotokoll ausgewiesen. Bei einem Abgasverlust von z.B. 7% als üblichem Wert bei modernen Niedertemperaturkesseln entspricht dies einem Verlust von 210 Litern Heizöl bei einem Jahresverbrauch von 3.000 Litern.


In Wirklichkeit ist der Verlust jedoch viel höher: Der in Heizöl oder Erdgas enthaltene Wasserstoff verbindet sich im Verbrennungsprozess mit dem Sauerstoff der zugeführten Frischluft zu Wasser, das mit den anderen Verbrennungsgasen als Wasserdampf über die „Abgasanlage“ abgeführt wird. Die für das Verdampfen des Wassers erforderliche Heizenergie wird umgekehrt beim Kondensieren des Wasserdampfs zu Wasser wieder freigesetzt. Kann diese Verdampfungs- bzw. Kondensationsenergie nicht genutzt werden, kommt folglich zum Abgasverlust gemäß dem Schornsteinfegerprotokoll die durch das Nichtkondensieren des Wasserdampfs ungenutzte (verlorene) Heizwärme noch hinzu. Aufgrund des unterschiedlichen Wasserstoffgehalts sind das bei Erdgas etwa 11 Prozentpunkte, bei Heizöl rund 6 Prozentpunkte.

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